Frauenarzt Dr. Krell

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Wenn sich die Gebärmutter nach unten Richtung Scheide verlagert, spricht man von einer Gebärmuttersenkung. Oft geht mit der Gebärmuttersenkung auch eine Senkung der vorderen und/oder hinteren Scheidenwand einher.

Was sind die Ursachen einer Gebärmuttersenkung ?

  • Überdehnung der Beckenbodenmuskulatur und der Haltebänder der Gebärmutter infolge von Schwangerschaften und Geburten.
  • Angeborene Bindegewebsschwäche.
  • Langfristige Überlastung des Beckenbodens durch Übergewicht oder schwere körperliche Arbeit. Chronischen Husten oder chronische Verstopfung sind ebenfalls Risikofaktoren für das Auftreten einer Senkung.

Wie wird eine Senkung der Gebärmutter u./o.Scheidenwand diagnostiziert ?

  • Schon das Gespräch, wo über typische Beschwerden berichtet wird, führt zur Verdachtsdiagnose einer Senkung.
  • Bei der gynäkologischen Untersuchung kann die Position der Gebärmutter und der Scheidenwände genau beurteilt werden,die Patientin wird dabei auch zum Pressen aufgefordert,damit beurteilt werden kann,wie tief der Gebärmutterhals unter dieser Belastung sinkt.

Welche Beschwerden treten bei Gebärmutter-und Scheidensenkung auf ?

  • Eine geringe Senkung ist häufig. Diese führt allerdings zu keinen Beschwerden. In diesem Fall ist ein prophylaktisches Beckenbodentraining sinnvoll,damit sich die Anatomie in diesem Bereich nicht weiter verändert und somit auch in Zukunft keine Symptome auftreten.
  • Druckgefühl im Unterbauch, “es zieht so hinunter“.
  • Kreuzschmerzen, die sich im Liegen bessern.
  • Bei einer zusätzlichen Senkung der vorderen Scheidenwand können auch vermehrter Harndrang mit oder ohne unwillkürlichem Harnverlust, Blasenentleerungsstörungen, immer wiederkehrende Harnwegsinfektionen oder auch Scheidenentzündungen auftreten.
  • Bei zusätzlicher Senkung der hinteren Scheidenwand kann es auch zu Verstopfungszuständen kommen.

Welche Therapiemöglichkeiten gibt es bei einer Gebärmutter u./o. Scheidensenkung ?

Die Behandlung richtet sich nach dem Grad der Gebärmuttersenkung, der möglichen Senkung weiterer Organe, dem Alter und vor allem nach den Beschwerden der Patientin.

  • Das Beckenbodentraining,das die Muskulatur stärkt und den haltenden Bandapparat kräftigt,ist die Basistherapie bei jeglicher Form von Senkungszuständen.
  • Manchmal ist eine lokale Hormontherapie in Form von Cremen oder Scheidenzäpfchen hilfreich.
  • Pessartherapie:
    Würfel-oder Ringpessare sind aus Silikon oder Gummi. Sie werden in die Scheide eingelegt und haben die Aufgabe,die Senkung der Gebärmutter zu verhindern; das Pessar dient als Stütze für die gesenkten Organe,solange es in der Scheide liegt.
    • Ringpessare: müssen vom Gynäkologen in die Scheide eingelegt werden, es ist zumindest alle 2-3 Monate ein Wechsel des Pessars beim Frauenarzt nötig, wobei der Silikonring auch sorgfältig gereinigt werden muß.
      Da dar Wechsel des Pessars meist nicht durch die Patientin selbst möglich ist, ist diese Methode nur für Frauen geeignet, die keinen Geschlechtsverkehr haben.
    • Würfelpessare: sollen täglich selbst gewechselt werden-Einlage des Würfels durch die Patientin selbst in der Früh und herausnehmen am Abend vor dem Schlafengehen, da in der Nacht beim Liegen normalerweise keine Senkungsbeschwerden vorliegen,am Abend wird der Pessar mit lauwarmen Wasser abgespült. Dieser Pessartyp ist auch für Frauen geeignet,die Geschlechtsverkehr haben, da er jederzeit von der Patientin entfernt werden kann.

In beiden Fällen (Ring-und Würfelpessar) ist eine Anpassung der richtigen Pessargröße ganz entscheidend für den Erfolg dieser Therapieoption. Viele Frauen können sich zunächst eine Therapie dieser Art nicht vorstellen, nach einer ausführlichen Aufklärung über die Handhabung und einem. Therapieversuch sind jedoch die allermeisten Frauen so zufrieden, dass sie meist auf eine operative Therapie verzichten.
Die Anpassung des Pessars ist in meiner Ordination möglich.

  • Operative Therapie: Falls eine konservative Therapie nicht den erwünschten Erfolg gebracht hat, ist auch eine operative Therapie der Gebärmutter-u./o.Scheidensenkung möglich.
    Hierbei sind je nach Ausprägungsgrad der Senkung die Durchführung verschiedener Operationstechniken möglich.
    Man kann entweder durch die Scheide operieren oder mittels Bauchspiegelung die Senkung korrigieren, was den Vorteil bringt, dass die Gebärmutter nicht entfernt werden muss.
    Die Rekonstruktion und Stabilisierung der Anatomie kann entweder mittels Raffung von Eigengewebe oder aber durch die Einbringung von Kunststoffnetzen erfolgen.

Sämtliche Operationen werden nach einem ausführlichen Beratungsgespräch von mir selbst im Wilhelminenspital durchgeführt, wenngleich ich gerade bei Senkungszuständen versuche, Operationen mit Hilfe von Beckenbodentraining u./o.Pessartherapie zu vermeiden.
Wir werden gemeinsam die beste Lösung für Sie finden!


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