Frauenarzt Dr. Krell

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Myome sind gutartige Knoten in der Gebärmuttermuskulatur.

Wie entstehen Myome?

Die Ursache, warum es bei ca. 30% aller Frauen zur Entstehung von Myomen kommt, ist bisher nicht vollständig geklärt.
Das Myomwachstum ist von den körpereigenen weiblichen Geschlechtshormonen (v.a. von den Östrogenen) abhängig, deshalb sind Beschwerden aufgrund von Myomen in der Zeit zwischen dem 25 und 50 Lebensjahr am häufigsten. Diese Beschwerden hören oft mit der letzten Regelblutung(Menopause) auf, da in dieser Zeit die Myome aufgrund der fehlenden Östrogenstimulation häufig kleiner werden.

Welche Arten von Myomen gibt es?

Verschiedene Arten von MyomenMyome können direkt in der Gebärmutterwand wachsen, sich in Richtung Gebärmutterhöhle entwickeln oder sich von der Außenseite der Gebärmutter in die Bauchhöhle ausbreiten. Myome im Bereich des Gebärmutterhalses sind selten.

Myome können folgende Beschwerden verursachen, obowhl die allermeisten Frauen mit Myomen beschwerdefrei sind.

  • Blutungsunregelmäßigkeiten wie verstärkte Regelblutungen, verlängerte Blutungen oder gelegentlich regelunabhängige Blutungen (Zwischenblutungen).
    dies kann bei längerem Bestehen zu Müdigkeit und Abgeschlagenheit führen
  • häufiger Drang zu urinieren
  • Verstopfungsneigung
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
  • Druckgefühl im Unterbauch, selten akute Unterbauchschmerzen
  • Schwierigkeiten schwanger zu werden, wiederholte Fehlgeburten

Wie werden Myome diagnostiziert?

  • Anamnese
  • Gynäkologische Tastuntersuchung
  • Ultraschall
    hierbei können die genaue Lage, Größe und Anzahl der Myome bestimmt werden
  • in sehr seltenen Fällen ist eine Magnetresonanztomographie-Untersuchung sinnvoll, v.a. um Myome von Veränderungen des Eierstockes zu unterscheiden.

Wann sind Myome behandlungsbedürftig?

Myome sind nur behandlungsbedürftig, wenn Symptome auftreten, die Sie in ihrer Lebensqualität einschränken, z.B. Blutungsstörungen, Schmerzen, Kompressionssymptomatik (häufiger Harndrang, Neigung zu Verstopfung) oder Schmerzen beim Geschlechtsverkehr.
Bei unerfülltem Kinderwunsch kann eine Myomoperation hilfreich sein oder auch bei wiederholten Fehlgeburten, v.a. wenn das Myom in die Gebärmutterhöhle wächst.

Welche Therapieoptionen gibt es?

1.) Medikamentöse Therapie:

In einigen Fällen kann eine hormonelle oder eine antihormonelle Therapie zur Linderung der Myom-assoziierten Beschwerden führen.
Gestagene und selektive Progesteron-Rezeptor-Modulatoren stehen hier an erster Stelle der konservativen Therapieoptionen.

2.) Operative Therapie:

Fast immer ist eine Entfernung der Myome ohne Entfernung der Gebärmutter möglich. (konservative Myom-OP).
In den allermeisten Fällen ist eine Entfernung der Myome über eine Bauchspiegelung (Laparoskopie) möglich.
Nur bei sehr großen Myomen, die fast bis zum Bauchnabel reichen, oder bei sehr vielen Myomen, ist ein Bauchschnitt die bessere Therapieoption.

Als Mitglied des Laparoskopieteams im Wilhelminenspital führe ich derartige Eingriffe häufig durch. Falls das Myom hauptsächlich in der Gebärmutterhöhle wächst, ist eine Operation mittels Gebärmutterspiegelung (Hysteroskopie) zu empfehlen, da hierbei durch die Scheide operiert wird und danach gar keine Narben sichtbar sind.

In manchen Situationen kann, natürlich nur nach ausführlicher Besprechung der Vor-und Nachteile gegenüber einer konservativen Myom-OP eine Gebärmutterentfernung zielführender sein.
Hierbei bevorzuge ich die vaginale Operationsmethode (durch die Scheide) oder über die Bauchspiegelung.
In seltenen Fällen ist eine Gebärmutterentfernung über einen Bauchschnitt nötig.

3.) Myomembolisation:

Dieses Verfahren, wo die Gebärmutterwucherungen durch Unterbindung der Blutzufuhr „ausgehungert“ werden, wird im Wilhelminenspital in Zusammenarbeit mit den Röntgenärzten durchgeführt.
Hierbei wird meist in lokaler Betäubung ein dünner Schlauch zu dem Blutgefäß, welches das Myom versorgt, vorgeschoben und danach wird das Blutgefäß gezielt verschlossen. Diese Methode ist jedoch nicht für Frauen geeignet, die noch einen Kinderwunsch haben.

Nach all diesen Vorinformationen freue ich mich auf ein ausführliches Beratungsgespräch mit Ihnen, um Ihnen nach einer genauen Diagnosestellung die möglichen Therapieoptionen zu erläutern.
Ich stehe Ihnen auch gerne für eine Zweitmeinung zur Verfügung.


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