Frauenarzt Dr. Krell

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Von Harninkontinenz spricht man,wenn Harn nicht mehr bewußt zurückgehalten werden kann.
In Österreich sind ca. 800 000 Frauen betroffen; ältere, aber auch junge Frauen.

Ungewollter Harnverlust tritt häufig in und nach den Wechseljahren auf, nicht selten auch nach einer Geburt sowie bei Frauen, die schwere körperliche Arbeit leisten-immer liegt jedoch auch eine Bindegewebsschwäche vor.

Wichtig ist es ,dieses Thema anzusprechen,denn fast allen Frauen mit ungewolltem Harnverlust kann geholfen werden.

Welche Arten der Harninkontinenz gibt es ?

Belastungs- od. Stressinkontinenz

Dies ist die häufigste Form des ungewollten Harnverlusts bei Frauen. Hierbei kommt es zu einem ungewollten Harnverlust beim Husten, Niesen, Lachen, Heben oder bei sportlicher Bewegung.

Dranginkontinenz (Überaktive Blase mit oder ohne Harnverlust)

Hierbei kommt es zu einem häufigen und oft plötzlich auftretenden Harndrang, der kaum zu kontrollieren ist.

Mischformen der beiden genannten Inkontinenzarten.

Überlaufinkontinenz

Aus einer übervollen Harnblase,die nicht entleert werden kann,kommt es immer wieder zu einem nicht kontrollierbaren Harnabgang. Diese Form der Inkontinenz ist relativ selten und betrifft v.a. ältere Frauen.

Welche Untersuchungen werden bei der Abklärung einer Harninkontinenz durchgeführt ?

  • Ein ausführliches Gespräch über die vorhandenen Symptome des Harnverlusts sowie über die gynäkologische Vorgeschichte ist ganz wichtig.
  • Gynäkologische Untersuchung inkl.Ultraschall.
  • Blasentagebuch: hierbei werden von der Patientin über einen Zeitraum von 2-3 Tagen das Trinkverhalten, die Anzahl der Harnentleerungen, die Harnmenge sowie die Inkontinenzepisoden aufgezeichnet.
  • Harntest: um eventuelle Infektionen zu erkennen.
  • Falls nötig (v.a.vor geplanten Operationen) führe ich im Spital eine Blasendruckmessung (Urodynamik ) und ev.eine Blasenspiegelung (Cystoskopie) durch.

Welche Therapieformen gibt es bei Harninkontinenz ?

Beckenbodentraining

Dies ist eine meist sehr wirksame Maßnahme. Es wird erlernt, die Beckenbodenmuskulatur gezielt einzusetzen, dazu bedarf es der Anleitung und Kontrolle durch eine Physiotherapeutin für einige Stunden.
Ein anhaltender Erfolg ist jedoch nur dann zu erwarten, wenn das Beckenbodentraining danach auch zu Hause über Jahre hinweg konsequent einige Minuten täglich durchgeführt wird.

Neuromuskuläre Elektrostimulation

Hierbei ist die Anwendung von schmerzlos appliziertem Strom auf die Beckenbodenmuskulatur zu verstehen. Diese Stromformen lassen die Muskulatur passiv anspannen, die Funktion der Muskelgruppen kann von der Patientin wahrgenommen werden und sie kann diese in Zukunft besser trainieren.

Verhaltenstherapie

Hierzu gehört kontrolliertes Trinken, eine regelmäßige Blasenentleerung sowie das Blasentraining bei überaktiver Blase genauso wie die Beratung zur Vermeidung wiederkehrender Harnwegsinfekte.

Medikamentöse Therapie

  • Behandlung und Vorbeugung von Harnwegsinfekten.
  • Lokale Hormontherapie bei schlechter Durchblutung der Schleimhäute im Bereich des Urogenitaltrakts.
  • Medikamente in Tablettenform (Anticholinergika) v.a. beim Symptom der Überaktiven Blase

Operative Therapie

Wenn konservative Behandlungsoptionen nicht mehr ausreichen, um eine Inkontinenz zu beheben, stehen je nach Ursache des Harnverlusts verschiedene, meist recht kleine Operationen zur Verfügung, die ich alle selbst im Spital durchführen kann:

  • TVT bzw. TVT-O: hierbei wird ein dünnes Kunststoffband spannungsfrei unter die Harnröhre gelegt. (ca. 90 % Chance, das die Sympome der Belastungsinkontinenz deutlich besser oder ganz verschwunden sind)
  • Bulkamid-Unterspritzung: es wird ein Gel in die Harnröhrenwand gespritzt um den Verschlussmechanismus der Harnröhre v.a.bei Belastungsinkontinenz zu verbessern.
  • Botulinumtoxin (Botox): Injektionen in die Harnblasenwand: Botox wird an verschiedenen Stellen in die Blasenmuskulatur injiziert, dadurch kommt es zu einer Entspannung der Blasenmuskulatur und die führt zu einer Verbesserung der Symptomatik bei einer Überaktiven Blase.

Ungewollter Harnverlust - sprechen Sie mich bitte darauf an, damit wir dieses Problem, das die Lebensqualität deutlich beeinträchtigt, gemeinsam lösen können.


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