Frauenarzt Dr. Krell

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Die Eierstockentzündung wird meist durch eine aufsteigende bakterielle Infektion der Scheide ausgelöst, bei der die Keime über den Weg des Gebärmutterhalses-Gebärmutterhöhle-Eileiter schließlich zu den Eierstöcken gelangen.

Die Eierstockentzündung betrifft vor allem Teenager und Frauen im reproduktionsfähigen Alter.
Bei den Bakterien,die eine Eierstockentzündung auslösen, handelt es sich neben spezifischen Erregern wie Gonokokken oder Clamydien zumeist um eine bakterielle Mischinfektion.
Der Gebärmutterhalskanal übt normalerweise eine Schutzfunktion aus sodaß die Bakterien nicht in die Gebärmutterhöhle und anschließend zu den Eierstöcken gelangen können

Eine Blutung,Fremdkörper wie eine Spirale oder auch Eingriffe im Bereich der Gebärmutterhöhle können diese Barrierefunktion des Gebärmutterhalses stören und somit eine Gebärmutterentzündung begünstigen.

Weitere Risikofaktoren für eine Eierstockentzündung sind häufig wechselnde Sexualpartner, Verzicht auf Kondome, falsche Vaginalhygiene sowie ein geschwächtes Immunsystem.

 

Welche Symptome treten bei einer Eierstockentzündung auf ?

Das Leitsymptom ist der Unterbauchschmerz,häufig beidseitig oder schlecht lokalisierbar. Weiters können Fieber, vaginaler Ausfluss oder Blutung sowie Schmerzen beim Geschlechtsverkehr auftreten.

Welche Komplikationen können auftreten ?

Bei unbehandelter oder ungenügend behandelter Eierstockentzündung kann es zu einem Abszess der Eileiter und/oder des Eierstockes kommen. Auch chronische Unterbauchschmerzen v.a.durch Verwachsungen im Bauch können auftreten.
Verwachsungen im Bereich der Eileiter und der Eierstöcke nach Eierstockentzündungen sind auch ein häufiger Grund für einen unerfüllten Kinderwunsch oder das gehäufte Auftreten von Eileiterschwangerschaften.

Wie erfolgt die Diagnose von Eierstockentzündungen ?

  • genaue Anamnese und klinische Symptome
  • gynäkologische Untersuchung mit Begutachtung des Vaginalsekrets unter dem Mikroskop,manueller Tastuntersuchung,Scheidenultraschall und mikrobiologische Untersuchung des Cervikalsekrets auf Bakterien sowie Austestung,welche Antibiotika gegen die gefundenen Keime wirksam sind
  • Blutabnahme zur Bestimmung der Entzündungswerte

 

Welche Erkrankungen können ähnliche Symptome hervorrufen ?

- Gynäkologische Erkrankungen: Eileiterschwangerschaft, Eierstockzyste, geplatzte Eierstockzyste, stielgedrehte Eierstockzyste, Endometriose

- Erkrankungen des Magen/Darmtrakts: Blinddarmentzündung, entzündliche Darmerkrankungen, Gallenblasenentzündung, Verstopfung

- Urologische Erkrankungen: Harnblasenentzündung, Entzündung der Harnröhre, Nierensteine

Welche Therapie gibt es bei einer Eierstockentzündung ?

Eine wirkungsvolle und ausreichend lange Therapie mit Antibiotika ist nötig. Meistens werden 2 Antibiotika,die gegen die häufigsten Bakterien wirksam sind,kombiniert.

Eine ausreichend lange Gabe von zumeist 14 Tagen ist nötig. Sehr wichtig ist ein möglichst frühzeitiger Beginn der Einnahme um möglichst die oben genannten Komplikationen zu vermeiden.

Es ist eine ambulante Therapie in Form von Tabletten von einer stationären Therapie in Form von Infusionen zu unterscheiden. Eine ambulante Therapie ist vertretbar,wenn eine leichte Eierstockentzündung vorliegt,eine Blinddarmentzündung ausgeschlossen werden kann sowie bei der Tastuntersuchung und im Ultraschall kein auffälliger Befund erhoben werden kann.

Voraussetzung für eine Therapie mit Tabletten ist die Wiedervorstellung der Patientin nach 48-72 Stunden.Falls es zu keiner Besserung der Symptome gekommen ist,muß eine stationäre Aufnahme im Spital mit antibiotischer Infusionstherapie erfolgen.Zu diesem Zeitpunkt sollte auch die genaue Analyse vorliegen,welche Bakterien vorliegen und welche Antibiotika wirksam sind.Gegebenenfalls muß ein Wechsel des Antibiotikums durchgeführt werden.

Natürlich ist auch der Einsatz von Schmerzmitteln sinnvoll.
In manchen Fällen ist auch die Durchführung einer Bauchspiegelung sinnvoll und nötig:

  • bei starken Symptomen,wo die genaue Ursache mittels anderer Methoden nicht eruierbar ist.
  • wenn sich der Zustand der Patientin innerhalb von 72 Stunden mit antibiotischer Therapie nicht deutlich bessert.
  • beim Nachweis eines Abszesses im Bereich der Eileiter und/oder der Eierstöcke.

Gerne stehe ich Ihnen bei weiteren Fragen bezüglich der Eierstockentzündung in der Ordination zur Verfügung.

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