Frauenarzt Dr. Krell

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Vor allem in Brasilien und anderen südamerikanischen Ländern sind vermehrt Fälle von Mikrozephalie (Kleinköpfigkeit) und anderen Behinderungen bei Säuglingen aufgetreten. Durch die intensive mediale Berichterstattung sind manche Frauen verunsichert, ob auch in Österreich ein Risiko der Infektion besteht, welche Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden können und wie die Erkrankung übertragen wird.

 

Was weiß man derzeit?

Der Hauptüberträger des Virus ist die Gelbfiebermücke Aedes aegypti. Das Virus ist bisher in rund 50 Ländern aufgetaucht. In Österreich gibt es einen einzigen bestätigen Krankheitsfall. Mittlerweile ist der Zusammenhang zischen dem Zika-Virus-Infektionen und schweren Hirnfehlbildungen laut dem New England Journal of Medicine nachgewiesen. Derzeit wird vermutet, dass das Zika-Virus auch andere Schädigungen von Nervenzellen mit Hör- und Sehverlust verursachen kann. In den betroffenen Regionen gibt es ebenfalls einen auffälligen Anstieg des Guillain-Barré-Syndroms.

Allerdings ist das Virus für Erwachsene meist harmlos – rund 80 Prozent der Infizierten bemerken nichts von der Ansteckung. Die anderen entwickeln in den meisten Fällen nur leichtes Fieber, einen Hautausschlag, Gelenk- und Muskelschmerzen und Erkrankte können gerötete Augen haben. Die Symptome treten meist erst 1-2 Wochen nach der Infektion auf. Eine direkte Mensch-zu-Mensch-Übertragung des Virus ist in vereinzelten Fällen durch sexuellen Kontakt möglich. Eine Zika-Virus-Infektion wird durch eine Blutuntersuchung nachgewiesen. In Österreich ist die Diagnostik an der Referenzzentrale für Arbo-Viren an der Virologie der Medizinischen Universität Wien möglich.

Zur Zeit gibt es keine Impfung und keine medikamentöse Prophylaxe, deshalb kommt der Prävention – der Vorbeugung – eine besondere Rolle zu:

Spezielle Risikoeinschätzung für schwangere Frauen oder Frauen, die schwanger werden wollen

Spezielle reisemedizinische Empfehlungen ergeben sich für Schwangere oder Frauen, die eine Schwangerschaft planen. Nachfolgende Informationen stammen vom Institut für Prophylaxe und Tropenmedizin der Universität Wien: http://www.meduniwien.ac.at/hp/fileadmin/tropenmedizin/DokumenteChristina/Zikavirus_Info.pdf

  • Schwangeren (unabhängig vom Trimester) und Frauen, die eine Schwangerschaft planen oder nicht ausschließen können, wird zum derzeitigen Zeitpunkt von Reisen in Regionen mit aktiver Übertragung von Zika-Virusinfektionen abgeraten, weil im Falle einer Infektion ein mögliches Missbildungsrisiko für das Ungeborene gegeben ist.
  • Frauen, die eine Schwangerschaft planen, sollten nach derzeitigem Wissensstand 2 Menstruationszyklen nach einem Aufenthalt in einem Zika-Virusinfektionsgebiet nicht schwanger werden.
  • Wegen der sexuellen Übertragbarkeit sollten Männern nach einem Aufenthalt in einem Zika-Infektionsgebiet ausschließlich geschützten Geschlechtsverkehr (Kondom) für mindestens 1 Monat betreiben (endgültige Daten über die Dauer der sexuellen Übertragbarkeit fehlen derzeit.)
  • Schwangere, die sich in einem Zika-Verbreitungsgebiet aufgehalten haben, sollten ihren Frauenarzt auf diese Tatsache hinweisen und gegeben enfalls eine entsprechende Ausschlussdiagnostik durchführen lassen. Im Falle eines Nachweises einer Infektion sollte die Gravidität (Schwangerschaft) engmaschig betreut und überwacht werden

Riskioeinschätzung für Österreich

Die Wahrscheinlichkeit, dass sich Reisende während eines Aufenthalts in den betroffenen Ländern anstecken, ist gegeben. Die AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit) führt österreichweit eine Stechmückenüberwachung durch, um die Situation zu monitoren.

Das Risiko einer Übertragung der Zika-Virus-Infektion in Europa kann derzeit aber als extrem niedrig eingestuft werden. Weiterführende Informationen findet man dazu auf der Website des Gesundheitsministeriums: http://www.bmg.gv.at/home/zika und beispielsweise beim Europäischen Zentrum für Seuchenprävention (ECDC): http://ecdc.europa.eu/en/Pages/home.aspx

Falls Sie in die betroffenen Länder reisen wollen und eine Schwangerschaft planen oder wenn Sie bereits schwanger sind, stehe ich Ihnen gerne für ein umfassendes Informationsgespräch zur Verfügung – um jegliches Risiko einer Infektion vermeiden zu können.

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